Markus Graß und Annemarie Müller

Batzi hält durch und entwickelt ungeahnte Freude am Sport

Wir treffen uns heute mit Batzi. Ihr erinnert Euch, Markus Graß, Spitzname Batzi hat sich im vergangenen Jahr an ein Projekt gewagt, das exemplarisch dafür steht, wie man seinen inneren Schweinehund besiegen kann. Und der war bei Batzi besonders stark. Sein Ziel: Gewicht auf 120 Kilo reduzieren durch regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung. Ein Meilenstein war die Bewältigung der knapp fünf Kilometer beim Thüringer Unternehmenslauf – ganz egal in welcher Zeit.

Heute wollen wir wissen, was in der Zwischenzeit geschehen und das Ziel der enormen Gewichtsreduktion vielleicht schon erreicht ist. Batzi ist mit seiner guten Freundin und Trainerin Annemarie Müller mit uns im Gespräch. Auf die Frage, wie es ihm beim Unternehmenslauf denn ergangen ist, antwortet er: „ich hätte es mir schlimmer vorgestellt, ich war von mir selber überrascht.“ Nur zwei mal ist er gegangen statt gelaufen, nämlich bei der Getränkeversorgung und als er den Domplatz bereits erreicht hatte, aber nochmals eine Schleife zu laufen war. Aber er überwand das kleine Motivationstief schnell und schaffte die komplette Strecke.

Nach dem Unternehmenslauf trainierte Batzi fleißig weiter und ernährte sich gesund. „Eigentlich war alles gut, aber am Jahresende hatte ich ein Tief. Ich habe trotzdem weitergemacht, war aber lustlos.“ Was diese Lustlosigkeit für Auswirkungen hatte, wollten wir wissen. „Na ich habe nur vier statt sechs mal pro Woche trainiert bzw. mich bewegt.“ Aha.

Dass die Pausen ebenso wichtig sind wie das Training hatten wir von Annemarie Müller schon erfahren. Die Ruhetage kann man in der Sauna verbringen oder mit Spaziergängen und Wanderungen füllen. Erstaunlich auch, dass die Laufgruppe, die sich in Vorbereitung auf den letztjährigen RUN gebildet hat, bestehen blieb. Auch heute noch wird regelmäßig trainiert. Auch wenn viele – so auch Batzi – schon längst den Punkt überwunden haben, an dem sie zunächst straffes Gehen als Vorbereitung fürs Laufen praktizierten. Der Spaß an der gemeinsamen Bewegung ist geblieben.

Heute schreibt Annemarie Müller keine Trainingspläne mehr für Batzi. „Er kann das alles selbst.“ Und Batzi ergänzt:“ Ich lasse mich von meinem Körpergefühl leiten, habe konditionell und kraftmäßig richtig zugelegt. Ich schaue überall, wo es Möglichkeiten zur Bewegung gibt.“ So hat er unter anderem beim Stundenpaarfasching, bei dem man mit einem Partner einen Stunde lang im Wechsel eine Runde um die Erfurter Krämerbrücke läuft, sich von 19 gequälten Runden im Vorjahr auf glatte 38 in diesem Jahr zugelegt. „Letztes Jahr wollte ich nach den ersten drei Runden sterben!“, beschreibt Batzi seine damalige körperliche Verfassung.

Auch 30 Kilometer Radfahren hat er bestens bewältigt. Als nächstes will er an einem ‚Wohlfühlmarathon‘ teilnehmen. 2,5 Kilometer Laufen, 400 Meter Schwimmen und 10 Kilometer Radfahren stehen da auf dem Programm.

Ja, beim Unternehmenslauf geht Batzi auch in diesem Jahr an den Start. Und nein, seine 120 Kilogramm hat er noch nicht erreicht, noch 10 müssen weg. Wir aber sind uns sicher: Batzi, das schaffst Du!

Autor: B. Köhler  Fotos: S. Forberg, RUN Thüringer Unternehmenslauf

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